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DES - Online Geschäftsbericht 2007

Verlauf:

Prognosebericht

PROGNOSEBERICHT

Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für die Deutsche EuroShop AG. Der ungebrochene Aufwärtstrend des Euro, ein hoher Ölpreis und die anhaltenden Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können zu einer Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums führen. Trotz dieser Faktoren rechnet die Bundesregierung für 2008 mit einer stabilen Binnenkonjunktur und einer Steigerung der inländischen Wachstumsrate um 1,7 %. Eine gute Entwicklung am Arbeitsmarkt, steigende Löhne und Gehälter könnten für diese Aufhellung sorgen und den Konsum stimulieren. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) erwartet für den Einzelhandel ein nominales Umsatzplus von 2,0 %, real 0,5 %. Dabei stellt die Preisentwicklung das größte Risiko für die Einzelhandelskonjunktur dar.

Schwieriges Marktumfeld

Das Interesse der Investoren geht weiter in Richtung Gewerbeobjekte, vor allem Einzelhandelsimmobilien. Insbesondere Shoppingcenter sind gefragt und die Portfoliotransaktionen großer Investoren sind im Jahr 2007 trotz Finanzkrise auf einem hohen Niveau gewesen. Die Investoren interessierten sich zunehmend für reine Büro- und Einzelhandelsimmobilien, da sie als Investitionsobjekte gegenüber Wohnimmobilien einige Vorteile aufweisen: beispielsweise eine geringere Anzahl von Mietern, langfristige Verträge oder ein geringeres Ausfallrisiko auf Mieterseite. Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach hochwertigen Einzelhandelsimmobilien auch im laufenden Jahr nicht wesentlich abschwächen wird und die Kaufpreise weiterhin hoch bleiben. Gepaart mit gestiegenen Kosten für die Kapitalbeschaffung ist es daher für uns außerordentlich schwer, weitere Akquisitionen in Aussicht zu stellen. Dennoch bleibt unser wichtigstes strategisches Ziel das Wachstum unserer Gesellschaft.

Ergänzende Investments in Shoppingcenter- Projektentwicklungen

Gegenwärtig prüfen wir zusätzliche Investitionsmöglichkeiten, beispielsweise im Bereich von Shoppingcenter-Projektentwicklungen, die jedoch mit höheren Risiken behaftet sind, als das bisher der Fall war. Daher ist unser Ziel, das Volumen der insgesamt im Bereich Projektentwicklung zu investierenden Mittel so zu begrenzen, dass die Dividendenzahlungsfähigkeit der Gesellschaft nicht eingeschränkt wird. Sollten diese Projekte in die Realisierung gehen, werden wir hierüber berichten.

Eröffnungen von zwei Shoppingcentern in 2008

Der Bau der Stadt-Galerie in Hameln konnte plangemäß Anfang März 2008 erfolgreich abgeschlossen werden. Die Eröffnung am 12. März 2008 fand unter reger Teilnahme der Bevölkerung statt. Auf über 25.000 m2 Mietfläche laden rund 100 Einzelhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungsbetriebe zum Einkaufen und Verweilen ein.

Die Stadt-Galerie in Passau wird voraussichtlich Mitte September 2008 ihre Tore öffnen. Ende Februar waren bereits mehr als 85 % der Mieterträge langfristig vertraglich abgesichert. Wir gehen davon aus, dass die letzten Mietverträge in den nächsten Wochen abgeschlossen sein werden, sodass auch hier eine Vollvermietung zur Eröffnung gegeben sein wird.

Mit der sukzessiven Eröffnung der in Bau befindlichen Shoppingcenter sollten sich Umsatz und Ergebnis weiter verbessern.

Vereinbarte Geschäfte sind Grundlage der Umsatz-und Ertragsplanung

Die Umsatz- und Ertragsplanung des Deutsche EuroShop- Konzerns für die Jahre 2008 und 2009 beinhaltet keine Objektkäufe oder -verkäufe. Ebenso sind Ergebniseinflüsse aus der jährlichen Bewertung unserer Einkaufszentren und Währungseinflüsse nicht Teil unserer Planung, da diese nicht planbar sind. Die Prognose der zukünftigen Umsatz- und Ertragssituation unseres Konzerns basiert daher auf

  1. der Umsatz- und Ergebnissituation der bestehenden Einkaufszentren,
  2. den oben dargestellten Bauaktivitäten für die Einkaufszentren in Hameln und Passau sowie den daraus resultierenden Umsatz- und Ergebnisentwicklungen nach deren Eröffnung.

Umsatz 2008 steigt um 18 %, 2009 Plus von 8 % erwartet

Für das Geschäftsjahr 2008 erwarten wir einen Umsatz in Höhe von 110 - 113 Mio. €. Hier wirken sich nicht nur die Eröffnungen in Hameln und Passau aus, sondern auch die Galeria Baltycka in Danzig, die erstmals für ein volles Geschäftsjahr Umsatzbeiträge liefert.

In 2009 werden dann auch die Shoppingcenter in Hameln und Passau erstmals zwölf Monate zum Umsatz beitragen. Insofern gehen wir davon aus, dass der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 auf 119-121 Mio. € steigen wird. Die Deutsche EuroShop wird weiter organisch wachsen: Bis 2012 erwarten wir im Schnitt pro Jahr einen Umsatzanstieg im einstelligen und eine EBIT -Erhöhung im zweistelligen Prozentbereich.

Deutliches Ergebniswachstum in den nächsten zwei Geschäftsjahren

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT ) lag 2007 bei 77,2 Mio. €. Nach unserer Prognose wird das EBIT im laufenden Geschäftsjahr bei 90-92 Mio. € liegen. 2009 sollte es nach Eröffnung aller noch im Bau befindlichen Objekte auf 100 - 102 Mio. € steigen.

Im Berichtsjahr lag das Ergebnis vor Steuern (EBT ) ohne Bewertungsergebnis bei 37,7 Mio. €. Für das Geschäftsjahr 2008 kalkulieren wir mit 43-45 Mio. € und mit 49-51 Mio. € für das Geschäftsjahr 2009.

Dividendenpolitik

Wir beabsichtigen, auch in Zukunft eine langfristige und auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik zu verfolgen. Eine Steigerung der Dividende streben wir nur an, wenn auch in den Folgejahren eine Ausschüttung auf diesem neuen Mindestniveau realisierbar ist. Auf Basis unserer Prognosen halten wir zum derzeitigen Zeitpunkt eine Erhöhung der Dividende ab 2008 für möglich.

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Einschätzungen künftiger Entwicklungen seitens des Vorstands basieren. Die Aussagen und Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten abweichen.



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