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DES - Online Geschäftsbericht 2007

Verlauf:

Chartanalyse

Chartanalyse

Bodo Hoffmann, ehemaliger Mitarbeiter des berühmten „Chart-Doktors” Dr. Hans-Dieter Schulz und heute Vorstand der IT Future AG, analysiert den Kurs-Chart der Deutsche EuroShop-Aktie.

Die Aktie der Deutsche EuroShop befindet sich seit Oktober 2002 in einer langen Aufwärtsbewegung, welche mit dem Jahrestief vom Januar 2008 das letzte Mal getestet wurde. Innerhalb dieser langen Bewegung hatte sich ein etwas steilerer Aufwärtstrend seit 2004 ausgebildet, in welchem die Aktie zu Beginn des Jahres 2007 auf den Höchstwert von damals 60 € gestiegen ist. Den Wert von 60 € hatte die Aktie im Jahr 2007 mehrfach getestet, konnte ihn aber nicht überwinden, sodass dieser als Widerstand nun nach dem Aktiensplit und aufgrund der „Magie der runden Zahlen“ bei 30 € liegt und nach oben hin eine deutliche Hürde darstellt.



6-Monats-Ziel:
30 €

Kurzfristiger Stop-Loss:
25 €

Massive Unterstützung:
22 €

Der seit 2004 existierende Aufwärtstrend wurde Mitte 2007 nach unten hin durchbrochen und die Aktie durchbrach danach, getrieben durch den negativen Gesamtmarkt, ziemlich schnell die Zone zwischen 28 und 26 € und leitete die Abwärtsbewegung innerhalb eines Trendkanals ein, welcher seit Mai 2007 bestand und durch verschiedene kürzere Aufwärts- und Abwärtsbewegungen bestätigt und definiert wurde.

Auf der oberen Seite des Abwärtskanals verläuft der gleitende Durchschnitt der letzten 200 Börsentage, welcher im Oktober/November 2007 nicht überwunden werden konnte und von wo die Aktie bis zum Januar 2008 bis auf den seit 2002 bestehenden Aufwärtstrend korrigierte. Dieser Wert lag bei ca. 22,00 € und stellt eine massive Unterstützung dar. Seit Januar 2008 befindet sich die Aktie nun wieder in einem steileren Aufwärtskanal, in welchem sie es vor wenigen Tagen schaffte, den seit 2007 bestehenden, abwärtsgerichteten Kanal nach oben hin zu durchbrechen. Sollte es sich dabei nicht um eine Bullenfalle handeln und der Kurs in den nächsten Tagen wieder in den abwärtsgerichteten Trend zurückkehren, so stellt die obere Begrenzung um 26,50 € aktuell eine Unterstützung dar. Bleibt die Aktie nun im kurzfristigen Aufwärtskanal, so sollte das nächste, kurzfristige Ziel der Aktie 28 3 sein, wo sich der nächste ernstere Widerstand befindet. Eine Überwindung von 28 3 macht den Weg auf die 30 3 frei, wobei der Widerstand bei ca. 29 3 eine schwächere Rolle spielt. Bei einem Anstieg auf die 30 3 stellen diese dann aber aufgrund der mehrfachen Tests von 2007 und der Tatsache, dass dieser Wert noch nie erfolgreich überwunden wurde, einen massiven Widerstand dar. Erst wenn die Aktie ca. 31 3 erreicht, können wir von einer Überwindung und Umkehrung des Widerstandes in eine Unterstützung ausgehen und Werte um die 33 3 ins Auge fassen.



6-Monats-Ziel:
30 €

Kurzfristiger Stop-Loss:
25 €

Massive Unterstützung:
22 €

Sollte die Aktie sich nicht für die Überwindung des Abwärtstrends entscheiden und den kurzfristigen aufwärtsgerichteten Trendkanal nach unten hin verlassen, so sind die Durchschnitte der letzten 200 und 100 Börsentage bei ca. 25,50 € eine Unterstützung. Sollte auch dieser Bereich nach unten hin durchbrochen werden, so ist ein Rückgang über 24 € hinweg bis ca. 22 € möglich. Da an der Stelle aber auch der seit 2002 existierende Aufwärtstrend liegt, stellt diese Marke aus heutiger Sicht eine massive Unterstützung dar und sollte nicht einfach überwunden werden.

Angesichts der positiven Entwicklung der Aktie im Gesamtmarkt sollte der Kurs von 30 € durchaus als Kursziel angesehen werden. Auch wenn aus heutiger Sicht das Risiko nach unten hin auf eine Zone um die 25 € begrenzt ist, so kann bei deren Durchbruch 22 € nochmals auftauchen, welches den Trend von 2002 darstellt. Sobald sich der Markt etwas beruhigen kann, sollte die Aktie sich aber auf den Weg auf das Allzeithoch und die 30-€-Marke machen. Dieses setzt aber voraus, dass der Gesamtmarkt nicht weiter unter Druck gerät und die kürzlich gemeldeten positiven Zahlen der Deutsche EuroShop von den Aktionären wieder wahrgenommen werden, denn trotz technischer Chartanalyse steigen Kurse an der Börse nur dann, wenn die Nachfrage größer als das Angebot ist.



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